Unimog 404

Nachdem Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Besatzungszonen unterteilt war und die französische Armee bereits 1950 den Unimog mit 25PS bestellte, beobachteten diese das Unimog Testgelände in Gaggenau. Man entwickelte anfangs noch mündlich ein Lastenheft für einen geländegängigen Leichtkraftwagen. 1955 erscheint dann der Unimog 404. Dieser steht wie kein anderer Unimog für den kalten Krieg. Mit seinem ovalen Kühlergrill und den runden Scheinwerfern gilt er als der bekannteste Unimog in der Öffentlichkeit. Mit Differentialsperre hinten sowie zuschaltbarem Allradantrieb ist dieser geländegängig wie ein Traktor, besitzt aber die Ladeeigenschaften eines LKW.
Da das französische Militär das Reserverad unter dem Fahrzeug montiert haben möchte, da sonst wertvoller Platz von der Ladefläche verloren gegangen wäre, ist der Unimog 404 der erste Unimog mit gekröpftem Rahmen. Daraus resultieren bessere Verwindungseigenschaften und somit eine bessere Geländegängigkeit. Der gekröpfte Rahmen wurde später auch bei anderen Baureihen übernommen.
Der Unimog 404 besitzt einen 82 PS starken Mercedes Benz M180 Ottomotor. Dieser schöpft seine Kraft aus 6 Zylinder und 2195cm³. Die Einscheibentrockenkupplung stammt aus dem Hause Fichtel&Sachs. Das vollsynchronisierte 6 Gang Getriebe wiederum stammt von Mercedes Benz. Gesamt wurden von 1955-1980 über 65.000 Unimog 404 gebaut. Die 1100 Vorserienmodelle wurden alle von der französischen Armee übernommen.