Fahr

1869

Johann Georg Fahr richtet eine Werkstatt für Futterschneidemaschinen, Weinpressen, Jauchepumpen sowie Mähmaschinen ein.

1892

In Stockach wird ein Zweigwerk eingerichtet.

1895

Es werden Dreschmaschinen unter dem Namen “Alemannia” hergestellt.

1938

Nachdem ein von Pferden gezogener, motorisierter Grassmäher erfolgreich verkauft wird, wird mit Hilfe der Firma Bucher der Fahr Typ 22 konstruiert.

1940

Nachdem der Schell Plan am 1. Januar 1940 in kraft tritt, wird nur noch der HG 25 mit Deutz und Güldner Einheitsmotoren sowie dem Einheitsgenerator E60 gebaut. Während des Krieges verlassen neben Rüstungsgütern (Teile für Panzermotoren sowie Munition) 3.200 Schlepper das Werk in Gottmadingen. Da das Güldner Werk vollständig zerstört wurde, wird der Holzgasmotor von Güldner ebenfalls in Gottmadingen gebaut.

 

Nachkriegszeit

1945

Abgesehen von Holzgassschleppern verhinderten die französischen Besatzungsmächte die rasche Wiederaufnahme des Produktionsbetriebs.

1948

gelang es, zusammen mit Güldner Motoren und Getrieben aus der Holzgasfertigung, erste Schlepper zu fertigen

1949

kommen die Modelle D15 und D30 mit Güldner Motor sowie der D22 mit Deutz Motor auf den Markt. In den 50er Jahren baute man die Modellpalette bei Fahr aus. So bot man, angefangen beim Einachser bis zum Vierradtraktor mit 60 PS, eine vollständige Modellpalette an.

1951

stellt man auf der DLG in München den ersten selbstfahrenden Mähdrescher vor. Fahr übernimmt die Zahnradfabrik Karlsruhe GmbH (ZFK) von Agria. 1957 übernimmt man auch die ZF Getriebewerke in Karlsruhe.

1952

Fahr gründet die Fahr Argentina SAFIC in Buenos Aires. Diese übernimmt aufgrund der Zollbestimmungen die Produktion in Argentinien. Speziell für die Tropen werden Traktoren mit Luftansaugsystem gebaut.

1953

ändert Fahr das Design seiner stets dunkelrot lackierten Traktoren erneut.

1954

Die Typenbezeichnung bei Fahr wird geändert. Nun gibt der Hubraum, mit Wegfall einer Null, die Typenbezeichnung des Schleppers an.

1955

Fahr versucht sich mit einer eigenwilligen Konstruktion an Geräteträgern.

1956

Schließt Fahr eine Kooperation mit Güldner. Man stellt gemeinsam mit Güldner die Modelle D66 und D88 vor.

1957

Bei Fahr wird der 50.000 Schlepper gebaut. Bei Fahr werden die Traktoren mit luftgekühlten Deutz Motoren ausgerüstet. Bald rückt man vom Konzept wieder ab. Zusammen mit Güldner wird die Europareihe vorgestellt. Bei Fahr konzentriert man sich nun auf den Leistungsbereich von 25 -34 PS. Güldner konzentriert sich auf den unteren Leistungsbereich. Die Traktoren der Europareihe unterscheiden sich nur durch Farbe und Haubengestaltung.

1961

Klöckner-Humboldt Deutz (kurz: KHD) erwirbt 25% des Aktienkapitals von Fahr. Man fertigt nun im Auftrag von Deutz Traktoren.

1964

Zu gunsten des Mähdrescherbaus wird die Traktorenprdoduktion bei Fahr beendet.

Bis zum Ende der Produktion laufen 100.000 Traktoren vom Band. Auch beendet Güldner die Kooperation.

 

Unter Klöckner-Humboldt Deutz

1968

erwirbt KHD die Mehrheit der Fahr Aktien.

1969

wird der Dreschmaschinenhersteller Ködel&Böhm in Lauingen an der Donau von KHD übernommen. In Folge werden ab 1970 Maschinen unter dem Namen Deutz hergestellt. Dazu gehören neben Futtererntemaschinen und Feldhächslern ab 1973 auch Abfallbeseitigungssysteme.

1975

Die Klöckner-Humboldt Deutz AG übernimmt Fahr komplett und gliedert Fahr bis 1977 komplett in den Konzern ein.

1981

Die Landmaschinensparte von KHD heißt nun Deutz-Fahr.

1988

Der holländische Greenland Konzern übernimmt das Gottmadinger Werk und KHD verlagert die Produktion in das Lauinger Werk.

2006

Das Werk in Gottmanding wird nach Übernahme durch Kverneland geschlossen.

Fahr D177S

Baujahr: 1960
Bauzeit: 1959-1961
Leistung: 34PS
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Fahr D180H

Baujahr: 1960
Bauzeit: 1964-1959
Leistung: 24 PS
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Fahr D30L

Baujahr: 1953
Bauzeit: 1951-1953
Leistung: 30 PS
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