Pampa D.I.N.F.I.A

Als es in Argentinien an landwirtschaftlichen Maschinen fehlte und die Handelsbeziehung zu den USA schlecht waren, wurde als einfachster Traktor im Auftrag von Präsident Juan Perón der Nachkriegs Lanz D1506 importiert. Während der eine als Muster zerlegt wurde und mit dem Nachbau der Teile begonnen wurde, wurde beim zweiten nur das Steigrohr gewechselt sowie ein neues Typenschild montiert. Fertig war der erste Pampa und Präsident Juan Perón konnte sein Versprechen, innerhalb von 3 Monaten einen eigenen Traktor in Argentinien zu bauen, einhalten.

Da der Pampa baugleich zum D1506 ist, verfügt dieser über einen liegenden Einzylinder Motor mit 10.338 cm³ Hubraum und 55PS. Das Getriebe verfügt über 3 Gänge sowie einer kleinen Scheibenkupplung. Untersetzt sind alle Gänge in eine Straßengruppe sowie eine Ackergruppe. Während der Schlepper bei IAME identisch mit dem Lanzbulldog ist, wurden beim DINFIA die Kotflügel durch Muschelkotflügel ersetzt. Durch die Drehzahlerhöhung von 750U/min auf 850U/min hatte dieser dann auch 60 PS.

Zuerst wurde der Pampa ab 1954 bei IAME in Serie produziert, nachdem Regierungssturz ab 1955 bei DINFIA, bis 1956 nach 3800 Stück der Nachbau eingestellt wurde. Da die Nachfrage nur gering war, ging der Abverkauf der produzierten Schlepper noch ein paar Jahre weiter.

Der stolze Besitzer Marcel Selzer erzählte mir, dass er seinen Pampa in Belgien in schlechtem Zustand erworben hat. So drehte sich an diesem kein Rad mehr und die aufwendige Restauration begann. Der Tank des armen Pampa wurde als Ablagefach für alles missbraucht, was in die Öffnung passte. Zu finden waren hier Spielzeug aller Art, Steine und eine Menge Schlamm. Auch technisch musste einiges überholt werden. Fotografiert wurde dieser in der Nähe von Kaiserslautern im Donnersberg Kreis.

 

Pampa DINFIA
Pampa DINFIA